Krisenmanagement & Sommerspritzer
Jetzt ist die ideale Zeit, um das erste Halbjahr Revue passieren zu lassen:
Krisenmanagement 2026: Was das erste Halbjahr gezeigt hat
2026 hat wieder deutlich daran erinnert: Krisenmanagement ist kein Ordner im Regal, sondern eine Fähigkeit, die regelmäßig geübt werden muss.
Besonders sichtbar wurden fünf Themen:
- Cyberangriffe und Ransomware
- hybride Bedrohungen, Lieferkettenausfälle und Sabotage
- Energie- und Kommunikationsausfälle
- Extremwetter mit Hitze, Starkregen und Trockenheit
- neue Resilienz- und Nachweispflichten.
Gerade im Cyberbereich bleibt die Lage angespannt. In Österreich wurden 2025 insgesamt 63.459, in Deutschland 333.922 und in der Schweiz 57.761 Cybercrime-Delikte angezeigt.
Genauso hat die europaweite Hitze allen Versorgern zugesetzt – kleine und größere Stromausfälle waren die Folge.
Robuste Handlungsfähigkeit
Für die zweite Jahreshälfte 2026 sollte der Fokus daher auf robuster Handlungsfähigkeit liegen und somit auf Überlegungen, wie zum Beispiel:
- Wer entscheidet, wenn IT, Telefon oder Standort ausfallen?
- Gibt es Verhaltensregeln für längerfristige Stromausfälle oder erfolgreiche Cyberangriffe?
- Wie schnell kann glaubwürdig kommuniziert werden?
- Welche Lieferanten, Dienstleister und Schnittstellen sind wirklich kritisch?
- Sind wir regulatorisch (RKEG, NIS-2, KRITIS-Dachgesetz, BSI 200-4 etc.) ausreichend vorbereitet?
und noch ein paar Sommer To-dos:
- Erreichbarkeiten und Stellvertretungen aktualisieren
- Hitze- und Unwettermaßnahmen prüfen
- Notstrom, Treibstoff, USV und alternative Kommunikation testen
- Krisenstab einmal kurz mit dem Szenario „zwei Stunden ohne IT und Telefon“ konfrontieren
- Kommunikationsbausteine für Ausfall, Cybervorfall und Extremwetter vorbereiten
- Kolleg*innen fragen, ob sie bei einem Blackout ins Unternehmen kämen?
und dann gönnen Sie sich bitte auch eine erholsame Auszeit – vielleicht mit unserem Rezept für einen Sommerspritzer ….
